Nachbessern erlaubt!
Nicht immer ist eine teure Fotoausrüstung die Voraussetzung für gute Bilder. Wer sich nach dem Kauf eines guten Bildbearbeitungsprogramms sonst kein Zubehör mehr leisten kann, der kann sich bei einigen Details ruhig auch mal die günstigere Variante aussuchen.
Ein gutes Motiv ist das Wichtigste
Keine Frage, wer ein schönes Motiv hat, macht meist auch ein gutes Bild. Dazu braucht man ein Grundwissen über Licht, Bildaufteilung und Farbenlehre und dann kann man losknipsen. Fotoexperten würden jetzt natürlich protestieren und sagen, das Wichtigste sei eine gute Kamera. Doch das stimmt nur bedingt. Denn mit den Mitteln der modernen Bildbearbeitungssoftware kann man auch mit einem Kamera Schnäppchen tolle Bilder machen, jedenfalls, wenn man sie sich am Computer mit der entsprechenden Software noch einmal vornimmt. Die Schwächen der günstigen Hardware kann die hochwertige Software nämlich in vielen Fällen spurlos ausbügeln.
Für jede Schwäche eine Lösung
Ein besonders häufiges Problem bei Kameras der unteren Preiskategorie: Die Farbe. Nicht selten stellen sich die Farben auf den Schnappschüssen blass dar und die richtige Leuchtkraft fehlt völlig. Mit der nachträglichen Farbeinstellung ist das aber gar kein Problem. Eine gute Software erkennt die Farbebenen eines Bildes und kann sie entweder durch Schnellverfahren optimieren, d.h. entweder per Knopfdruck oder der User selbst kann Rot, Grün und Blau eigenhändig in Intensität, Helligkeit und Kontrast nachregeln. Auch ein Grauschleier, den die Kamera durch mangelnden Kontrast und fehlendes Licht verursacht hat, kann man über die entsprechenden Einstellungen in der Software, beseitigen.
Nachträglich zoomen
Ihre Kamera hat zu wenig Zoom? Bei ausreichender Pixelzahl ist auch das für die Bildbearbeitungssoftware kein Problem. Mit einem Bildausschnitt können sie jedes beliebige Detail auch noch im Nachhinein ganz nahe holen und so immer ganz nahe dran sein. Um das ursprüngliche Bildformat beizubehalten, sollte man den Zoomrahmen im gleichen Zuschnitt wählen.
Weg mit roten Augen
Rote Augen durch einen schlechten Blitz kommen leider auch häufig vor, wenn man keine allzu hochqualitative Kamera benutzt hat. Mit der Software kann man auf dem Rechner, am besten in Vergrößerung, leicht den roten Pupillenbereich auswählen und wieder farbig füllen, sodass keine roten Pupillen mehr zu sehen sind. Wenn nicht nur die Pupille betroffen ist, sondern das Rot auch in die Iris strahlt, gibt es sogar vorgefertigte Augäpfel in verschiedenen Farben, die man komplett einsetzen kann. Sind die Augen leicht zusammengekniffen oder geschlossen, schneidet das Programm den Augapfel automatisch entlang der Lider zurecht. Bei Nahaufnahmen ist dieses Verfahren allerdings weniger geeignet und gerade bei vertrauten Gesichtern könnten die künstlichen Augen leicht irritierend wirken. Bei Personenaufnahmen aus der Distanz sieht man allerdings keinen Unterschied zum Original. Auch mit einer kleinen und günstigen Kamera kann man dank Nachbearbeitung also tolle Fotos machen, probieren Sie es aus!